Pipistrellus pipistrellus unter dem SternÜber den allgemeinen Schutz von Tieren und Pflanzen hinausgehend gelten für besonders und streng geschützte Arten weitergehende Bestimmungen. So sind Handlungen, die zu Störungen (z. B. durch Lärm), Beschädigung oder Zerstörung von Lebensräumen oder Verletzung oder gar Tötung von Arten führen, nach den einschlägigen Rechtsbestimmungen verboten. Diese Vorschriften gelten auch außerhalb von Schutzgebieten und können im Rahmen einer planerischen Abwägung nicht überwunden oder weggewogen werden.
In Deutschland gibt es über 470 streng geschützte Arten, innerhalb der geschützten Arten kommt diesen eine besondere Bedeutung zu. Von diesen Arten, die sich auf Pflanzen und verschiedenste Tierartengruppen verteilen, kommen in Baden-Württemberg über 240 vor. Auf der Sindelfinger Gemarkung sind davon ca. 30 Arten regelmäßig anzutreffen, darunter zahlreiche (Brut-)Vögel, einige Amphibien und Reptilien, mindestens acht Fledermausarten sowie die Haselmaus.
Einige dieser Arten sind nicht ausgesprochen selten wie z. B. der Mäusebussard, jagen in dicht bebauten Bereichen, wie z. B. die Zwergfledermaus Pipistrellus pipistrellus im Werk der Daimler-Chrysler AG, oder nutzen Gebäude zeitweise als Lebensstätten zur Aufzucht ihrer Jungen, wie der Turmfalke im alten Rathaus am Sindelfinger Marktplatz. Andere Arten, wie der Laubfrosch, sind bei uns aufgrund ihrer Seltenheit gefährdet oder haben, wie der Halsbandschnäpper, ihren Verbreitungsschwerpunkt in unserem Raum. |
|||
|
|
|
|
|
|
Die bei uns häufigste und v. a. im Siedlungsbereich anzutreffende Fledermausart ist die Zwergfledermaus, Pipistrellus pipistrellus. (Foto: www.fledermausschutz.ch) |
Laubfrosch, Hyla arborea (Foto: M. Bräunicke, Arbeitsgruppe Tierökologie und Planung Filderstadt) |
Halsbandschnäpper, Ficedula albicollis, kommen auf der Sindelfinger Gemarkung schwerpunktmäßig in Obstwiesen um Darmsheim vor. (Foto: Mikael Nord auf www.getteron.com) |
|
|
Ansprechpartner
Joachim Gommel
Externe Links |
|||



